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CIF - Internationaler Besuch bei Sofa - Soziale Fachdienstleistungen 2016
  • CIF - Internationaler Besuch bei Sofa - Soziale Fachdienstleistungen 2016

    Auch dieses Jahr erhielt Sofa - Soziale Fachdienstleistungen wieder internationalen Besuch. Neun Sozialarbeiterinnen aus aller Welt lernten an einem Vormittag die Arbeit von Sofa kennen.

    Im Vordergrund stand dabei die Kooperation mit unseren Auftraggebern. Ya-Chuan Hsu hat dazu einen Bericht in englischer Sprache verfasst. Ya-Chuan kommt aus Taiwan und ist Sozialarbeiterin. Sie ist zudem Präsidentin des taiwanesischen CIF. Aus ihrem Text geht hervor, dass die Kommunikation in einer Drittsprache ihre Tücken hat. Nicht alles was zwischen den Teilnehmerinnen und Sofa diskutiert wurde, war präzise genug. Trotzdem, der Bericht veranschaulicht, was unsere Berufskollegin aus diesem Vormittag mitgenommen hab. Eine deutsche Übersetzung ist angefügt.

    It was a great experience to visit SOFA on 24th May.

    When we arrived at its’ office, friendly workers warmly welcomed us and provided us tea and coffee. The hospitality released our little nervousness that we could not find the building of SOFA after taking off the bus earlier.

    When the meeting started, we were glad to see several workers of SOFA joined together. The brief self-introduction of each person help us to understand the organization structure and SOFA’s services. The photos of SOFA on the wall with strong visual imagine also showed the concepts of SOFA well. We appreciate SOFA very much to invite a cooperation partner, the probation officers off Canton Aargau, to share their professional work for youth and adolescents aged 10 ~ 18 years old. The speakers drew illustrations on the flip chart to show the journey / curves of youth and how they look upon young people’s deviation and delinquency. It’s more important to understand what happen to these young people’s life than only watch their behaviors. Providing protection, education and personal support are also considered. The probation office outsourced some specialized services to SOFA.

    After the introduction of probation work, there was a break. We participants chatted with the speakers and the staffs of SOFA freely while eating some croissants provided by SOFA. This was good to interact with each other, ask questions and exchange ideas. Then we started the second session: the introduction of SOFA. For us, it was special that SOFA was a private corporation and not a non-profit organization. That means the profit can be shared with the stakeholders of the company. From this session, we knew that the main services of SOFA included: consultation, accompaniment and placement. The consultation was that SOFA’s professional social workers, lawyers, psychologists and educators provided training, supervision to individual professionals and organizations. The accompaniment included Social pedagogy for family and individuals, as well as visitation right, intensive investigation, aftercare placement. Placement included various services: permanent, crisis, and training placement, vocational break, etc. Many tasks of SOFA were outsourced by KESP (children and adult protection authority). What impressed us were that families were encouraged to involve in programs and social workers’ enthusiastic about their work. Moreover, SOFA does have a factory to provide young people with apprenticeship to make sofa!

    We learned more about Swiss social services for youth and their family from SOFA. Thank you very much to host us.
    Es war eine tolle Erfahrung, SOFA am 24. Mai zu besuchen.

    Bei unserer Ankunft haben uns die freundlichen Mitarbeiter*innen ein warmes Willkommen bereitet und uns mit Tee und Kaffee versorgt. Diese Gastfreundlichkeit liess die Nervosität von uns abfallen, die aufgekommen war, als wir zu früh aus dem Bus ausgestiegen waren und das Gebäude zunächst nicht fanden.

    Für das Meeting kamen verschiedene SOFA MItarbeitende zusammen. Die kurze Vorstellungsrunde half uns die Organisationsstruktur und die Dienstleistungen von SOFA zu verstehen. Die Fotos von SOFA an der Wand visualisierten die Konzepte von SOFA ergänzend dazu. Wir schätzen es sehr, dass SOFA mit der Jugendanwaltschaft (?) des Kantons Aargau einen Kooperationspartner eingeladen hat, um deren professionelle Arbeit für Jugendliche zwischen zehn und achtzehn Jahren aufzuzeigen. Die Vortragenden zeichneten am Flipchart den Lebensweg von Jugendlichen und deren Abweichung und Delinquenz. Es ist wichtiger, zu verstehen, was im Leben dieser Jugendlichen passiert ist, als einfach nur auf deren Verhalten zu schauen. Wichtig ist auch, ihnen Schutz, Bildung und persönliche Unterstützung zu geben. Die Jugendanwaltschaft arbeitet mit Sofa in spezialisierten Bereichen zusammen.

    Nach dieser Einführung gab es eine Pause. Dabei konnten wir mit den Sozialarbeitern der Jugendanwaltschaft und den SOFA MItarbeitenden plaudern und SOFA spendierte dazu Gipfeli. Dies war toll, da wir so Fragen stellen und Ideen austauschen konnten. Dann begannen wir mit dem zweiten Teil, nämlich der Vorstellung von SOFA. Für uns war es speziell, dass SOFA ein privates Unternehmen und keine Non-Profit-Organisation ist. Dies bedeutet, dass der Gewinn des Geschäfts mit den Teilhaber*innen geteilt wird. Wir lernten, welche Hauptaufgaben SOFA wahrnimmt: Beratung, Begleitung und Platzierung. Die Beratung beinhaltet die Ausbildung und Supervision von einzelnen Professionellen und Organisationen durch die Sozialarbeiter*innen, Anwält*innen, Psycholog*innen und Ausbildner*innen von SOFA. Die Begleitung beinhaltet Sozialpädagogik für Familien und Einzelpersonen, sowie auch das Besuchsrecht, intensive Recherche, und “Nachpflegeplatzierung”. Die Platzierung beinhaltet verschiedene Aufgaben: permanente, Trainings- und Krisenplatzierung, berufliche Pausen, etc.. Viele Aufgaben von SOFA wurden von der KESB ausgelagert. Uns hat beeindruckt, dass die Familien dazu motiviert wurden, an den Programmen teilzunehmen und der Enthusiasmus der Mitarbeitenden bei ihrer Arbeit. Auch hat SOFA eine Werkstatt, wo Jugendliche eine Lehre Machen können, um Sofas (?) zu machen.

    Wir haben mehr über das schweizerische Sozialsystem für Jugendliche und Familien durch SOFA gelernt. Vielen Dank, habt ihr uns empfangen.