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Prozessorientiertes Auslandsprojekt (PAP)

Prozessorientiertes Auslandsprojekt (PAP)

Ein prozessorientiertes Auslandsprojekt kann das Mittel der Wahl sein, wenn Kinder und Jugendliche einem destruktiven Umfeld ausgesetzt sind, dem sie sich nicht entziehen können, oder wenn sie Verhaltensauffälligkeiten an den Tag legen, die eine konsequente Neuorientierung nahelegen. Diese Massnahme kommt meist erst dann zum Zug, wenn stationäre und/oder ambulante Massnahmen nicht die erwünschte Wirkung erzielt haben bzw. von den Klienten selbst immer wieder abgebrochen wurden. Die geografische Distanz zum vertrauten Umfeld sowie ein stark individualisiertes Förderprogramm, das wir vorgängig mit Klient, Pflegefamilie und Ihnen erarbeiten, unterstützen den Klienten, sich neue Perspektiven zu schaffen.

Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Sofa-Pflegefamilien. Sie verfügen ausnahmslos über eine sozialpädagogische Ausbildung und setzen die mit uns und Ihnen vereinbarte Phasen- und Förderplanung selbstständig um. Dies setzt eine hohe Reflexions- und Kommunikationsfähigkeit und viel Krisenkompetenz voraus.

Wir teilen jedem Klienten eine feste Sofa-Bezugsperson zu, welche diesen während des Projekts alle drei Monate resp. bei Phasenwechseln vor Ort besucht. Eine prozessorientiertes Auslandsprojekt dauert sechs bis zwölf Monate.

Mögliche Anschlusslösung an ein prozessorientiertes Auslandsprojekt kann eine ambulante Nachbetreuung oder ein interner Wechsel in eine Dauerplatzierung, eine Ausbildungsplatzierung oder in ein begleitetes Wohnen sein.